Ein wenig Nervosität war mit Händen zu greifen. Das erste Mal gegen echte Gegner. Spieler, die wir noch nicht kannten. Eine erfahrende Mannschaft, die schon viele Jahre gemeinsam trainiert gegen unsere noch sehr junge Aufstellung mit vielen jungen und einigen älteren Sportlern.
Beim Einspielen sahen wir immer wieder zur anderen Hälfte hinüber, um die Fähigkeiten der gegnerischen Mannschaft einzuschätzen.
Der Pfiff ertönt. Nach den ersten vergebenen Bällen stellen wir fest, dass auch die andere Mannschaft nur mit Wasser kocht. Auch sie machen Fehler und wir schlagen uns gar nicht schlecht. Nach der ersten kompletten Rotation haben wir eine erste Vorstellung von allen Spielern und Positionen und gewinnen tatsächlich an Fahrt. Die Stimmung ist super und wir können den ersten Satz knapp für uns entscheiden. Das gibt uns einen unglaublichen Schub.
Den zweiten Satz können wir dann sogar sehr eindeutig für uns entscheiden und unsere Stimmung könnte nicht besser sein.
Aber der Gegner hat offenbar noch die Möglichkeit aufzudrehen. Das tun sie jetzt und wir können nur noch mithalten. Es gibt wirklich schöne Ballwechsel, waghalsige Rettungsaktionen und spektakuläre Blocks. Am Ende ist die andere Mannschaft aber die entscheidende Spur abzockter und wir müssen uns mit 3:2 Sätzen recht knapp geschlagen geben.
Nach dem Spiel bleibt das Gefühl einer sehr guten Leistung: “Wir hätten es schaffen können”. Wir sind weder überrannt noch abgezogen worden. Ganz im Gegenteil!



